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Hunderte Gemeindebauten in Wien

Rund 220.000 Wohnungen umfassen die Wiener Gemeindebauten insgesamt. Etwas mehr als eine halbe Million Menschen leben in den Gemeindebauten in Wien, also etwas über einem Viertel der Bevölkerung. Aktuell vermietet Fläche sind knapp 13 Millionen Quadratmeter Wohnungen und Lokale und Garagen. In den Gemeindebauten sind etwa 5.000 Lokale und 47.500 Garagen vorhanden. Insgesamt gibt es in Wien stolze 1.800 Gemeindebauten.


Alles über das Thema Wohnen und Miete in Wien aus einer neutralen Position beleuchtet. Wir sind weder ein Immobilien-Anbieter noch Markler oder Mieter-Verein, wir informieren über Miete, Mietverträge, Mietpreise in Wien und Wohnen in Wien, außerdem zeigen wir die wichtigsten Notdienste wie den von Wiener Wohnen aber auch andere Notdienste wie Schlüsseldienste in Wien.

Daten und Zahlen zum Gemeindebau in Wien

Pro Jahr werden etwa 10.000 Mietverträge für Gemeindebauten in Wien abgeschlossen, viele davon im Bereich der neu entstandenen Gemeindebauten, aber natürlich auch zahlreiche Gemeinde-Wohnungen werden neu vermietet, wenn die Vormieter der Gemeindebau verlassen. Die Gemeindebauten haben eine Historie von ca. 100 Jahren.

Erster Gemeindebau in Wien: 1925

Der erste Gemeindebau in Wien wurde im Jahr 1925 fertiggestellt. Der Hintergrund dieses Wohnbaues war die Einführung der Wohnbausteuer im Jahr 1922. Damals hat man mit Hilfe der neuen Steuer und einiger Luxussteuern ein kommunales Wohnbauprogramm auf die Beine gestellt. Der Hintergrund dieser politischen Entscheidung war die Tatsache, dass aus Wien im Jahr 1922 per ersten Jänner ein eigenes Bundesland wurde. Damit konnte man andere Steuern einführen, die als Gemeinde nicht möglich gewesen wären. Am 21. September 1923 hat der Gemeinderat der Stadt Wien dann beschlossen, dass innerhalb von 5 Jahren rund 25.000 Gemeindewohnungen gebaut werden sollen. Geringe Dichte bei der Bebauung und zahlreiche gemeinschaftliche Flächen und Einrichtungen war die wesentlichen Merkmale des Gemeindebau. Neben Bädern und Waschküchen für alle Bewohner gemeinsam zählten auch Einrichtungen wie Bibliotheken zum gemeinschaftlichen Bereich des Gemeindebau.

Metzleinstaler Hof 1925: 1. Gemeindebau

Der erste Gemeindebau in Wien der bezugsfertig wurde, war der Metzleinstaler Hof im Jahr 1925. Unmittelbar danach wurde von 1925 bis 1928 der Rabenhof mit 1.109 Wohnungen fertig gebaut. Ende 1926 war man mit dem geplanten Wohnbauprogramm schon vorzeitig fertig. Die Idee 25.000 Wohnungen in fünf Jahren zu errichten, wurde aber nicht als erledigt gekennzeichnet, sondern die Stadt Wien hat sich dann einfach das Ziel von 25.000 auf 30.000 Wohnungen nach oben geschraubt.

Symbolischer Gemeindebau: Karl-Marx-Hof

Nicht der erste Gemeindebau und auch streng genommen - wenn man die Großfeldsiedlung mit über 5.000 Wohnungen als "ein Gemeindebau" rechnet eben auch nicht der größte Gemeindebau ist der Karl-Marx-Hof. Trotzdem ist es wohl der berühmteste Gemeindebau von Wien, weil er eine historische Bedeutung hat. Der Gemeindebau "Karl-Marx-Hof" wurde in den Jahren 1927 bis 1930 errichtet, Architekt war Karl Ehn. Der Karl Marx Hof war ein Teil eines intensiven Wohnbauprogrammes, das in der Stadt Wien von 1919 bis 1934 vorangetrieben wurde. Es ging schlicht und einfach darum die Wohnungsnot nach dem 1. Weltkrieg zu bekämpfen. Am 12. Oktober 1930 wurde der Karl-Marx-Hof dann offiziell eröffnet.

Die historische Bedeutung hat auch mit dem innerösterreichischen Kampf im Februar 1934 zu tun, der Karl-Marx-Hof war in diesen Kämpfen im Februar gegen die Regierung von Egelbert Dollfuß gerichtet. Dessen austrofaschistischer Ständestaat war das Feindbild des Roten Wien und umgekehrt. Bundesheer und Heimwehr attackierten den Karl-Marx-Hof, die aufständischen Arbeiter des republikanischen Schutzbundes hatten sich im Karl-Marx-Hof verschanzt. Erst als Bundesheer und Heimwehr, eine deutschnational ausgelegte paramilitärische Einheit, dann mit Artilleriebeschuss des Karl-Marx-Hofes begannen, gaben die sozialdemokratischen Schutzbund-Kämpfer auf. Die restliche Geschichte nach dem Jahr 1934 bis zum Anschluss an Nazi-Deutschland ist bekannt. Hohen symbolischen Wert für die Wiener Sozialdemokratie hat dann der in den Jahren 1927 bis 1930 errichtete Karl-Marx-Hof mit 1.353 Wohnungen. Auch optisch hat der Karl-Marx-Hof als Wiener Gemeindebau nicht nur den Eindruck einer großen Wohnhaus-Anlage erweckt, sondern der Karl-Marx-Hof sieht auch aus wie eine Festung oder eine Burg. Das war in der Zwischenkriegszeit auch sehr symbolisch geprägt, weil der Karl-Marx-Hof ein heftig umkämpfter Bereich im Bürgerkrieg in Österreich.

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Wohnverhältnisse in Wien

Insgesamt gibt es in Wien rund 902.000 Wohnungen. Davon sind 691.000 Wohnungen vermietet an normale Mieterinnen und Mieter, die einen Mietvertrag haben. Weitere 113.000 sind Eigentumswohnungen. 57.700 Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer gibt es in Wien und weitere 40.600 sind Untermietverträge und andere Wohnformen.

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